Mecklenburger Fecht- und Historien-Theater

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, historische und fantastische Themen für die aktuelle Zeit aufzuarbeiten auf die Bühne zu bringen. Für Familie und Kinder haben wir selbst geschriebene Stücke mit Märchenbezug oder mit drolligen Figuren und actionreichem Witz  im Repertoire.

Im diesjährigen Stücke-Repertoire:

ECHT ODER GEFECHT!

von Antje Medwed

Ein reisender Holzkunstdrechsler (aus Vorsicht schwer bewaffnet) hatte versucht, der Herzogin eine Perlenkette mit selbst gedrehten Holzperlen, perlmutt bemalt, zu verkaufen, und kommt nach einer herzoglichen Abweisung  mit der Aussage "Sind sie nicht echt, sind sie schlecht!" enttäuscht aus dem Schloss in den Park, wo er auf eine "Damenskulptur" trifft, inmitten einer mit Säulen und Vasen dekorierten Umgebung.  Fachkundig erkennt er, dass dies alles jedoch nur aus Pappmarché, also wie seine Holzperlen, nicht "echt" ist, und ergeht sich in seiner Enttäuschung über die Verschmähung seiner Kunst. Aus Verdruss schubst er schließlich die leichte Pappmarché-Dekoration um und meint leichtfertig, auch die Dame wäre eine solche. Doch bei Weitem nicht! Und sie lässt sich dieses flegelhafte Benehmen nicht gefallen!

Dies ist das neueste Stück der Autorin Antje Medwed, das sich mit der Frage auseinandersetzt, was wertvoller ist: Natürliches/Echtes oder von menschlicher Hand mit Kreativität Geschaffenes. Es ist eine Homage an Beides und lotet dabei parallele Denkweisen der Barockzeit und der heutigen Epoche aus. Dazu gibt es witzige, actionreiche Fechteinlagn.

(ca. 15 min)

BESETZUNG

DIE PRATENINSEL

von Antje Medwed

HANDLUNG

Auf der Insel "Wer Weiß Wo" mitten im Ozean "Überall" hausen zwei gefährliche Piraten, die sich um einen vermeintlichen Schatz von Gold, aber auch um ihren letzten Tropfen Rum raufen und schließlich ihre Säbel zücken. Gekonnte Action-Gefechte und der humorvolle Blick auf die "menschliche Gier" garantieren Lacher und mit dem Lied "Ein Pirat, der schweigt" verfrachten das Publikum in eine ferne, fantasievolle Welt, in der sie selbst auch am Geschehen teilhaben dürfen.

BESETZUNG

MÄRCHEN, MÄRCHEN, MÄRCHEN...!

von Antje Medwed

HANDLUNG

Die Märchenfee ist außer Haus. Und nun ergreifen zwei ihrer Stubengegenstände die Initiative, um im Märchenbuch die Märchenwelt zu erkunden. Dies gelingt ihnen nicht, ohne Einiges durcheinanderzubringen.  Zum Glück gibt es da noch die Kinder, unter denen hoffentlich genügend Märchenkenner sind, die mithelfen können, das Durcheinander im Zaum zu halten und die beiden am Ende dabei zu unterstützen, wieder aus dem Märchen hinaus nach Hause zu finden.

40 min

(Die nachfolgenden Fotos stammen aus früheren Aufführungen von anderen Stücken und werden bald durch stückaktuelle ersetzt))

BESETZUNG

Im Anschluss an unsere Aufführungen bieten wir den Kleinen und ihren Begleitern Wettkämpfe mit schutzsicheren Ausrüstungen für "Kinderfechten" und geben auf Wunsch kurze Fechtanleitungen

Unsere bishierigen Stücke

Fecht- und Historienstück

O, frommes Mecklenburg!

von Antje Medwed

Nach historischer Überlieferung war der ehemalige Herzog von Mecklenburg Friedrich I. ein sehr frommer Herrscher, daher bekam er den Beinamen "der Fromme". Er verbot, da das Land durch den Krieg ausgelaugt war, den Mecklenburgern das grundlose Feiern und limitierte die Gästezahl zu den verschiedensten notwendigen privaten Anlässen, wie Hochzeiten und Beerdigungen. Die Mecklenburger, welche ein sehr feierfreudiges Volk waren, wie sie es heute noch sind, begannen nun heimlich zu feiern, weshalb der Herzog regelmäßig seine Adjutanten zur Kontrolle in die Dörfer schickte. Diese hatten dabei nichts zu lachen, denn die wehrhaften Landbewohner kannten keine Gnade mit "Verrätern".  Und das Auswendiglernen all der Psalme aus der Bibel, welche der Herzog durch seine Adjutanten bei solchen Gelegenheiten gern abfragen ließ, bereitete vielen von ihnen arge Mühe. Mit Stock und den Soldaten entwendeten Säbeln setzen sie sich gegen die "unmenschlichen" Einschränkungen zur Wehr, genauso wie gegen die preußischen Kriegswerber, welche die Söhne der Mecklenburger Familien mit List und Trug für die Armee des Preußenkönigs anwarben.

Mit Witz und humoristischem Gegenwartsbezug hat Antje Medwed das historische Thema aufbereitet.

Hier in einer Aufführung 2019 auf dem Barockfest in Ludwigslust.

Weitere Stücke: 


"Bruderstreit" 

von Antje Medwed


Herzog Christian Ludwig II und sein Bruder Karl Leopold liegen im Clinch, da Karl Leopold aufgrund seiner radikalen Ansichten vom König abgesetzt wurde und sein Bruder nun über Mecklenburg regiert. Dieser plant den Bau eines Lustschlosses, dort wo seit jeher das Jagdschloss der Familie stand: in Klenow (heutiges Ludwigslust).

Doch er hat nicht die Rechnung mit seinem Bruder gemacht, der bei Nacht und Nebel alles Bauholz von der Baustelle stehlen lässt und so den Bau verhindern will. Natürlich hat der für dieses Unterfangen berüchtigtes aber gewieftes Diebespack engagiert. Doch der neue Herzog hat schlaue Soldaten, die ihnen auf den Fersen sind.


"Der Liebesbrief"

von Antje Medwed


Im Stil einer barocken Verwechslungskomödie gibt es auf dem Schloss des Herzogs einiges Durcheinander durch einen nicht adressierten Liebesbrief, der zum Stelldichein bittet. Da nun irgendwie jeder einen heimlich Schwarm hat und dieser Brief die Erfüllung langer Sehnsüchte verspricht, treffen sich schließlich an der Eiche nicht nur Herzogin und Gardeoffizier, sondern auch Küchenmädchen und Herzogssohn zum Stelldichein, wobei die Zuneigungen jeweils nicht gegenseitig zu sein scheinen. Den drohenden kämpferischen Auseinandersetzungen nach allerlei Provokationen unter den beiden Männern, treten zunächst die Frauen, und schließlich auch der Fechtmeister entgegen, der auch über die Herkunft des Briefes etwas zu berichten weiß.